Die mögliche Betrachtung möglicher Phänomene, oder der Traum des Schmetterlings

Ausstellungsdauer: 19.04. – 25.05.26, Vernissage: 19.04.26, 11 Uhr
Öffnungszeiten: sonn- und feiertags von 13.30 – 17 Uhr, mittwochs von 9 – 15 Uhr, auf Anfrage unter 09645/60193-801

Erika Wakayama hinterfragt ihre Wahrnehmungen und Gedächtnisse. Sie stellte einmal einen Glitch in ihrer Erinnerung fest, den sie einst für absolut wahr gehalten hatte. Was war wahr, was ist denn die Wahrheit? In einer Gegenwart, in der vielfältige Wahrheiten nebeneinander existieren und doch ihre Koexistenz zunehmend bedroht scheint, behauptet Wakayama eine Haltung des unablässigen Fragens.

Die Formensprache von Johann Sturcz entsteht im Dialog zwischen virtuellen Werkzeugen und wirklichen Handgriffen. Inspiriert von der modernen Logisierung des Denkens im Rahmen der Digitalisierung und dem zugehörigen Wandel der Wissensmodellierung sieht er dabei die Sinnfrage als durch die Bestimmung und Wertung von Mustern besetzt. Was den Menschen im Endeffekt emotional angeht enthält in seiner diskreten Struktur stets die Beliebigkeit einer möglichen Variation. Das hierin offenbare, indefinit Unscharfe einer Semantik bietet zwischen Form, Struktur und Inhalt den Reiz der Poetisierung.