Vortragsreihe KI und Ethik: „Hat künstliche Intelligenz ein Gewissen?“

Mittwoch, 03.03.27, 19 Uhr, Musiksaal, Eintritt: 5,- Euro (an der Abendkasse)

Eine moraltheologische Spurensuche zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz lernt, urteilt und trifft sittlich relevante Entscheidungen. Kann man darin bereits so etwas wie ein Gewissen erkennen? Oder handelt es sich lediglich um die täuschend echte Imitation einer moralischen Fähigkeit, die dem Menschen vorbehalten ist?

In der Debatte um Künstliche Intelligenz steht immer wieder die Frage im Raum, ob das, was den Menschen einzigartig macht, berechenbar und technisch reproduzierbar werden könnte. Darin liegen gleichermaßen Sorge und Faszination: Was wäre, wenn Maschinen eines Tages gerechter urteilen als wir?

Solche Fragen berühren unser Verständnis vom Menschsein. Denn je mehr sich Künstliche Intelligenz menschlichen Entscheidungsprozessen annähert, desto drängender wird die Gegenfrage: Was unterscheidet uns noch von der Maschine? Ist es die Fähigkeit zu zweifeln, zu bereuen, zu lieben oder Verantwortung zu übernehmen? Oder lösen sich diese Grenzen gerade still und leise auf, Datenpunkt für Datenpunkt?

Der Moraltheologe Prof. P. Dr. Rudolf Hein O.Praem, geht diesen Fragen aus philosophischer und christlicher Perspektive nach. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Gewissensbegriffe und Konzepte des Gewissens als sittlicher Kern des Menschseins. Lassen sich diese auf die Funktionsweise einer Künstlichen Intelligenz übertragen? Kann eine KI überhaupt ein Gewissen haben? Und falls ja: Welche Konsequenzen hätte dies für unser Verständnis vom Menschen und für die Einordnung intelligenter Maschinen als Gegenüber des Menschen?

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Vita:

Prof. P. Dr. Rudolf Hein O.Praem ist Prämonstratenser des Stifts Hamborn und Professor für Moraltheologie an der Katholischen Hochschule für Theologie (CTS) Münster. Nach dem Studium der Katholischen Theologie in Münster und London promovierte er 1999 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema Gewissen in der Renaissance. 2014 habilitierte er sich über das Tugendkonzept der Sparsamkeit.

Es folgten Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge unter anderem in Berlin, Saarbrücken, Regensburg, Mainz, Frankfurt und München.Die Forschungsschwerpunkte des bekennenden Tugendethikers liegen auf dem Gebiet der Konsum- und Tugendethik, die im Haus angesiedelt ist (Konzept von Oikonomik) sowie bei fundamentalethischen Fragen.