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Wieskapelle


Die Speinsharter Wieskapelle ist ein besonderer Kulturraum im Klosterdorf. Hier finden verschiedene Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Empfänge statt. Der Innenraum mit seinen fragmentarisch erhaltenen Fresken erinnert an die bewegende Geschichte dieser barocken Kapelle. Die Wieskapelle Speinshart befindet sich im Besitz des Landkreises Neustadt a.d. Waldnaab.
Panoramarundgang: Wieskapelle

Malereien in der Wieskapelle
01.07. bis 31.08.2016


Michael Hottner
Wahrheit macht kein Geräusch

Unter dem Titel "Wahrheit macht kein Geräusch" werden Malereien von Michael Hottner präsentiert. Der gebürtige Schwandorfer studierte von 2002 bis 2008 an der Akademie Nürnberg bei Cristine Colditz und Thomas Hartmann. Ihm wurden mehrere Stipendien und Auszeichnungen verliehen:

2008 Meisterschüler, Akademie der bildende Künste Nürnberg
2009 Virginia Center for the Creative Arts (VCCA)
2009 Cité internationale des Arts Paris (CIA)
2010 Debütantenförderung des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst

"Die Leichtigkeit seiner Bilder entsteht durch die transparenten, sehr dünnen Bildträger. Seine Arbeiten können aussehen, als wären sie direkt auf die Wand gemalt, dadurch wirken viele der Bilder «grundlos» und gedanklich offen. Seine Bilder erscheinen befreit, ein Wunsch, den man als Maler selbst am besten versteht. So kann sich der im Malprozess konstituierte Bildraum faktisch im Bild selbst entfalten und nicht als Malerei auf bzw. vor der Leinwand. Dieser Prozess ist ein wesentliches Merkmal für Michael Hottners Arbeitsweise, weil sich durch ihn die Tendenz einer Verabsolutierung des Bildgedankens ablesen lässt. Bildträger und Farbe sind Kunststoffe. Sie vermitteln Transparenz und Leichtigkeit in Farbauftrag und Erscheinung, ich empfinde seine Bilder als sehr sinnlich, geradezu charakteristisch sinnlich."
Thomas Hartmann

Installation in der Wieskapelle
04.07. bis 14.09.2014


Pater Lukas Florian Prosch
Misericordia - Mit-Lied in der Welt

Die aufs wesentliche reduzierte Installation von Pater Lukas Prosch setzt sich mit dem Thema „Leid in der Welt“ auseinander. Das Ergebnis zeigt er unter dem Titel „Misericordia“. Es geht ihm um die Frage, wo Menschen angesichts von Leid und Unheil in der Welt Gott finden können.
Er will keine Antworten geben, wie er bei einer Einführung zur Installation deutlich machte. Aber er möchte Impulse setzen: Über der Mensa des einstigen Altars der Wieskapelle hängen drei großformatige Banner und bilden ein Triptychon. Es ist eine schwarz-weiße Fotocollage die Pater Lukas aus verschiedenen Bildern zusammen gefügt hat. Szenen aus dem Leben von Menschen die sich in leidvollen Situationen wieder finden. Die Mitte bildet ein farbiges Christusbild. Der mit Dornen gekrönte und leidende Jesus. Mit diesem künstlerisch weniger anspruchsvollen Bild im Nazarenerstil will er das tausendfach gedruckte und weltweit verbreitete Motiv neu interpretieren. Das ganze Triptychon spricht für sich: Christus selbst ist mitten unter den Menschen die Leid erfahren. Er leidet mit den Menschen.
Neben der Fotocollage hängen an den Seitenwänden des Kapellenraumes vier großformatige Bilder. Abstrakte Malerei in fröhlichen und hoffnungsvollen Farben. Die Bilder sind zur Fotocollage entstanden und bilden einen bewusst gewählten Gegensatz. Die vier Gemälde laden zum verweilen und stummen betrachten ein. Ein Grundanliegen von Pater Lukas. Er will keine Kunst zeigen, sondern Raum für ein Thema schaffen: Die Frage nach Gott angesichts von Leid und Unheil in der Welt. Ergänzt wird die Installation durch eine Skulptur die schon 2003 entstanden ist: Eine Pietá. Maria hat den Leichnam Jesus am Schoß liegen. Sie schreit auf vor Trauer und Schmerz.

Kunstausstellung in der Wieskapelle
11.04. bis 29.06.2014


Monika Stock
Stationen einer Auferstehung. Zwischen Ostern und Pfingsten

Mit leichten Farben und weichen Formen hat Monika Stock 2010 einen Auferstehungsweg mit 14 Stationen gemalt. Die Kleinformatigen Bilder laden zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Geheimnis der Auferstehung Jesu Christi ein.
Monika Stock erzählt mit ihrem Bilderzyklus die österlichen und nachösterlichen Erfahrungen der Jünger Jesu nach. Dabei bleibt die Künstlerin ganz in der Tradition der Zahl 14 und orientiert sich so an den Kreuzwegstationen der Passionszeit. Ihr Blick reduziert sich aber nicht auf das Leiden und Sterben Jesu, sondern rückt seine Auferstehung in den Mittelpunkt. So beleuchtet sie die Begegnungen des auferstandenen Herrn mit seinen Jüngern.
Außerdem zeigt Monika Stock Gemälde und Lithografien in zwei zeitlich hintereinander folgenden Abschnitten: Vom Palmsonntag bis Christi Himmelfahrt werden im Zentralraum der Wieskapelle Lithographien und Gemälde zum Thema der Auferstehung Jesu gezeigt. Von Christi Himmelfahrt bis zum Ende der Ausstellung sind dann in gleicher Weise Bilder zum Pfingstereignis zu sehen. Die Künstlerin Monika Stock richtet mit diesem Wechsel ihre Ausstellung am Verlauf des Kirchenjahres aus.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Bildband zu den „Stationen einer Auferstehung“ von Monika Stock. Darin enthalten sind auch Texte und Gedanken von Frater Lukas Florian Prosch.

Kunstausstellung in der Wieskapelle
05.07. bis 01.09.2013


Martin Maeller
Was restlos bleibt

Zu einem Perspektivenwechsel lädt die Sommerausstellung 2013 im Kloster Speinshart ein. Martin Maeller zeigt Werke, die zu einer Auseinandersetzung mit den existenziellen Fragen des Menschen anregen. Mit seinen Gemälden und Objekten fragt der Berliner Künstler nach der alles bestimmenden Größe über Zeit und Raum hinaus.
Die Erfahrungen der Religionen geben dieser Größe einen Namen: Gott. Es geht somit bei dieser Ausstellung um die Frage noch Gott in der Welt und die Suche des Menschen nach Gott. Die Ausstellung knüpft mit diesen Aspekt an das Jahresthema des Klosters Speinshart an: Credo in unum Deum - Weil ich Gott finden kann.

Fotoausstellung in der Wieskapelle
25.04. bis 30.06.2013


Lukáš Houdek
Abandoned Lives

Lukáš Houdek lebt und arbeitet in Prag. Geboren ist er in Stříbro (Mies). Seine Geburtsstadt war vor 1945 fast ausschließlich von Deutschen bewohnt. Nach dem II. Weltkrieg wurden sie gezwungen, ihre Heimat zu verlassen - Ihre Verstorbenen ließen sie ebenso wie Ihre Geschichte in Stříbro zurück. Seit seiner Kindheit beschäftigen Lukáš Houdek die alten Friedhöfe. Deshalb begann er die verlassenen Gräber zu fotografieren. Der schleichende Prozess der Alterung der Grabdenkmäler inspirierten ihn. Mit seinen Photographien der alten Porträts an den Grabsteinen will er die Erinnerung an die Geschichte wachhalten. Aus 92 Porträts schuf er eine Installation, in der er auch die Namen und Lebensdaten genannt sind.

Kunstausstellung in der Wieskapelle
06.07. bis 16.09.2012


Marc Siebenhüner
Totentanz - Wege ins Jenseits

Der Berliner Künstler Marc Siebenhüner hat eigens für diese Ausstellung sieben großformatige Bildtafeln geschaffen. Der Kunst- und Theologiestudent hat sich dafür mit dem barocken Bildprogramm der Wieskapelle auseinandergesetzt. Die fragmental erhaltenen Fresken von Lorenz Ziegler zeigen Szenen zum Thema "Tod und Auferstehung". Ebenso hat Marc Siebenhüner sich von den monumentalen Skulpturen der Klosterkirche inspirieren lassen. Die italienischen Künstler Carlo Domenico und Bartholomeo Lucchese haben diese Figuren zwischen 1694 und 1696 gestaltet. Auf den Pilastern im Langhaus setzten sie einen beeindruckenden Figurenzyklus - allegorische Personifizierungen von Tugenden und Geistesgaben.
Marc Siebenhüner knüpft an diese Bildthemen an und belebt den Raum der Wieskapelle durch die Ausstellung „Totentanz“ in seiner malerischen Sprache. Inhaltlich wird der Totentanz zusammen mit den sieben Tugenden (Mäßigung, Gerechtigkeit, Weisheit, Stärke, Glaube, Liebe und Hoffnung) auf hochformatigen Bildwerken thematisiert. Dabei sind auch Hans Holbein d.J. und Werner Tübke seine inhaltlichen Vorbilder. Die Ästhetik der Holzschnitte von Albrecht Dürer inspiriert ihn für seine malerische Umsetzung.

Kunstausstellung in der Wieskapelle
20.04. bis 20.05.2012

Robin Seur
Die Offenbarung

Die Ausstellung zeigt sieben Bildtafeln des surrealistischen Künstlers Robin Seur. Der von der flämischen Malerei beeinflusste Portraitmaler aus Friedenfels spürt in diesen Werken den ersten sieben Kapiteln der Offenbarung des Johannes nach. Die Offenbarung des Johannes richtet den Blick auf den Heilsplan Gottes und will Antworten auf die Fragen nach den letzten Dingen geben. In der Kunstgeschichte wurden die Visionen des Johannes immer wieder ikonographisch thematisiert. So schuf Albrecht Dürer im 16. Jahrhundert eine Holzschnittfolge zum apokalyptischen Endgericht. Die sieben Bildtafeln von Robin Seur laden zu einer neuen Auseinandersetzung mit den Texten der Offenbarung des Johannes ein. Der Künstler hat in seine Werke eine subtile Symbolsprache hineingelegt und versucht so dem Anliegen des Verfassers der Offenbarung gerecht zu werden.