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Oberer Konventgang


Der Obere Konventgang ist ein ehemaliger Klausurgang der Abtei. Nach einer grundlegenden Restaurierung steht er seit 2013 für Ausstellungen offen. Vor allem moderne Kunst wird hier gezeigt. Die Internationale Begegnungsstätte will hier insbesondere Künstlern aus der Region die Möglichkeit bieten, ihre Arbeiten zu präsentieren. Es finden auch thematische Ausstellungen statt. Die schlichte Architektur des Oberen Konventgang bietet eine besondere Atmosphäre für Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen.


Öffnungszeiten Oberer Konventgang
Sonn- und feiertags von 13:30 bis 17:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung 09645/601 93 601

Panoramarundgang: Oberer Konventgang

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
05.03. bis 17.04.17

Gerd Seidel
Aufbruch zur letzten Konsequenz
Bilderzyklus und Texte zu den
vierzehn Kreuzwegstationen


Der Ensdorfer Künstler Gerd Seidel knüpft mit seinen 14 Kreuzwegstationen an eine typisch katholische Frömmigkeitsform der Barockzeit an. In z.T. drastischer Weise stellt er die Brutalität der letzten Stunden Jesu dar. Gerd Seidel kommt es nicht darauf an, die Ereignisse so realistisch wie möglich zu zeigen. Sein Zugang zu den vierzehn Stationen ist persönlich und emotional. In seinen Bildern soll das dramatische Geschehen um Verrat, Leidensweg und Todesstunde Jesu den Betrachter unmittelbar berühren.

Ausstellung im Oberen Konventgang
01.02. bis 26.02.2017

Josef Čapek
Geschichte aus der Nähe

Josef Čapek (1887 - 1945) gilt als einer der vielfältigsten tschechischen Künstler. Er arbeitete als Maler, Grafiker, Zeichner, Illustrator, Bühnenbildner und Autor. Alarmiert durch schockierende Ereignisse und Entwicklungen in Deutschland, durch japanische und italienische Aggressionen sowie unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkriegs trat er als politischer Karikaturist an die Öffentlichkeit. 1945 kam er im KZ Bergen-Belsen ums Leben.
Außer Karikaturen von Josef Čapek zeigt die Ausstellung Grafiken aus der Prager Zeitung "Sozialdemokrat" sowie aus der 1934 in Prag erschienenen satirischen Zeitschrift "Der Simpl".
Dr. Ulrich Grochtmann, auf den die Wanderausstellung zurückgeht, ist renommierter Slawist und Spezialist für den tschechischen Autoren und Karikaturisten Karel Čapek. Als Mitbegründer rief Grochtmann im Jahre 1983 die „Čapek-Gesellschaft für Völkerverständigung und Humanismus" in ins Leben, deren 1. Vorsitzender er auch ist.

Krippen-Ausstellung im Oberen Konventgang
09.12.2016 bis 29.01.2017

Krippen aus Papier
Arme-Leute-Krippen?

Neben einfachen Krippen zum Selbstausmalen, Ausschneiden und Aufkleben werden im Oberen Konventgang auch verschiedene Falt- und Klappkrippen gezeigt. Prunkstück ist eine große bemalte Panoramakrippe aus Böhmen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Ergänzt wird die Ausstellung durch erhalten gebliebene Ausschneidebögen. Das Basteln der Krippen beschäftigte oft die ganze Familie während der Adventszeit. Der günstige Preis, die einfache Aufstellung und der wenige Platz, den sie benötigten, förderten die Beliebtheit von Papierkrippen. Die Ausstellung in Speinshart widmet sich diesen gedruckten oder bemalten Papierkrippen, die als „Arme-Leute-Krippen“ bezeichnet oft wenig Beachtung fanden. Von einigen Künstlern und Grafikern kennt man die Namen, doch die meisten Krippenmaler bleiben namenlos. Bei den Druckverlagen sieht es nicht anders aus. In ihrer filigranen Ausarbeitung dienten sie dazu, die Weihnachtsgeschichte in die Familien zu holen, und waren von kurzer Lebensdauer.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
06.11. bis 04.12.2016

Maria Maier
FARBRAUM Kuba
Arbeiten auf Papier und Leinwand

Maria Maier hat sich zweimal längere Zeit in Kuba aufgehalten. Die Eindrücke, die Maria Maier bei diesen Reisen gewonnen hatte, schlugen sich in vielfältigen künstlerischen Arbeiten nieder. Statt gängige Klischees der Zuckerrohrinsel einfach abzubilden, ließ sich die Künstlerin besonders vom Licht und den Farben auf Kuba künstlerisch inspirieren. Ergebnis ist eine ungewöhnliche Reiseerinnerung auf Papier und Leinwand. Die Arbeiten in Speinshart stellen einen Ausschnitt aus einem größeren Werkkomplex dar. Die angewendeten Techniken reichen von übermalten Fotografien, Fotografie und Siebdruck bis zu Fotografie und Malerei.
Maria Maier kam in Amberg zur Welt. Nach Tätigkeit in einer Druckerei und einem Studium der Kunstpädagogik sowie der Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, führten sie Arbeitsaufenthalte nach Südostasien, Mittelamerika, Nordafrika, Nordamerika, Kuba und Moskau. Arbeiten der Künstlerin finden sich in zahlreichen Sammlungen sowie im öffentlichen Raum. Maria Maier lebt und arbeitet in Köfering und Regensburg.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
25.09. bis 01.11.2016

Udo Körner
Bild und Gleichnis
Reliefbilder und Collagen

Schon seit Kindertagen ist Udo Körner künstlerisch tätig. In seiner pastoralen Arbeit als Kaplan, Religionslehrer, Studentenpfarrer und Gemeindepfarrer in der Erzdiözese Freiburg hat sich der Priester stets auch immer als Künstler verstanden und künstlerisch betätigt. Das Werk Udo Körners ist daher auch tief religiös geprägt, vermeidet aber die gängige Bildsprache. "Dem aufmerksamen und aufgeschlossenen Betrachter wird es sich nicht unbedingt sofort und schon gar nicht auf Anhieb in seiner ganzen Fülle und letztlich unerschöpflichen Vielfalt seiner Bezüge erschließen. Aber es wird ihm, wie jedes wirkliche Kunstwerk, gleich ob alt oder neu, immer wieder zu neuen Entdeckungen und Einsichten verhelfen." (Hans Gercke) Udo Körner ist überdies Autor von Büchern zur Advents- und Weihnachtszeit sowie zur Gestalt Jesu in der Literatur.

Werke von Menschen mit Multipler Sklerose
24.07. bis 11.09.2016

Susanne Kempf (Initiatorin und Kuratorin)
Denken, Fühlen, Malen...

23 Künstlerinnen und ein Künstler, die alle an Multipler Sklerose erkrankt sind, zeigen Arbeitenin Aquarell, Acryl, Öl und Mischtechnik. „Denken, Fühlen, Malen" nennt sich die erfolgreiche Wanderausstellung, die unterdessen bereits an zahlreichen Orten für die Situation von Menschen mit Multipler Sklerose sensibilisieren konnte. Man sieht es den Bildern auf den ersten Blick nicht an, aber alle präsentierten Arbeiten stammen von Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Seit 2008 haben mittlerweile insgesamt rund 230 Künstler etwa 500 Werke in zahlreichen Städten Deutschlands und der Schweiz gezeigt und auf diese Weise auf ihre Situation aufmerksam gemacht.

Begleitveranstaltung zur Landesausstellung
18.05. bis 17.07.2016

Karl IV. -
Ein Kaiser an Elbe und Havel

Den 700. Geburtstag von Kaiser Karl IV. am 14. Mai nehmen der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik zum Anlass für eine gemeinsame Landesausstellung über eine der bedeutendsten Herrschergestalten des Mittelalters. Das Kloster Speinshart beteiligt sich am Rahmenprogramm dieser Landesausstellung und präsentiert eine Wanderausstellung zu "Karl IV. - Ein Kaiser an Elbe und Havel". Die Ausstellungstafeln wurden maßgeblich von Dr. Eberhard Kemnitz (Stendal) erarbeitet und vom Museum Tangermünde (Sachsen-Anhalt) zur Verfügung gestellt. Die Regierungszeit Karls IV. in Brandenburg ist hierzulande weitgehend unbekannt. Dieser beabsichtigte nämlich, Brandenburg – ähnlich wie Teile der Oberpfalz und Oberfrankens – dauerhaft den böhmischen Kronländern anzuschließen.

Gegenstandslose Malerei
01.04. bis 15.05.2016

Hans Günther Pietschmann
Abstraktionen

Hans Günther Pietschmann ist in der gegenständlichen Malerei ebenso zu Hause wie in der nicht gegenständlichen Kunst. Für seine Ausstellung in Speinshart wird bewusst den abstrakten Arbeiten der Vorzug gegeben. Der Obere Konventgang im Kloster Speinshart mit seiner klaren Raumstruktur und den kräftigen Bodenfliessen lässt die abstrakten Malereien des Künstlers besonders gut zur Geltung kommen.

Foto-Ausstellung im Oberen Konventgang
05.02. bis 20.03.2016

Victoria Knobloch
Ganges und Nirvana

Victoria Knobloch lebt und arbeitet in Leipzig. Im Mittelpunkt ihrer fotografischen Arbeit stehen Porträt- und Dokumentarfotografie. Dabei nutzt sie gezielt Schwarzweißaufnahmen, um ihren Bildern eine besondere Prägnanz zu verleihen. Die Aufnahmen, die in Speinshart zu sehen sind, stammen von der Kumbh Mela, einem religiösen Fest der Hindus, das lediglich alle 12 Jahre in Allahabad stattfindet. Millionen Gläubige versammeln sich, um durch rituelle Bäder und Waschungen im heiligen Wasser ihr Karma zu reinigen und dem Nirvana näherzukommen. Dabei entstanden intime Aufnahmen, die die Pilger beim Vollzug ihrer Rituale zeigen, etwa während des Badens in den Fluten des Ganges, bei der Anbetung der Götter oder der Segnung durch die als heilig verehrten Männer Indiens.

Weihnachtsbräuche an der Goldenen Straße
27.11.15 bis 31.01.16

Förderverein Goldene Straße e.V.
Von St.Martin bis Dreikönig

Die Goldene Straße Kaiser Karls IV. verbindet West- mit Mittelosteuropa. Dementsprechend vielfältig sind Brauchtum und Traditionen, die sich in Luxemburg, Nordbayern, Tschechien und der polnischen Wojwodschaft Niederschlesien zu Advent, Weihnachten, der Wintersonnwende und dem Jahreswechsel ausgebildet haben. Vom Adventkranz und vom Adventkalender ist in der Ausstellung die Rede, von den Bräuchen um Barbara, Nikolaus und Luzia, vom Christbaum und den heiligen drei Königen. Nicht zuletzt zeigen die Zeichnungen der Schüler die Hingabe, mit der polnische und tschechische Kinder von ihren Wünschen ans Christkind und vom Brauch des Schenkens und Feierns in ihren Familien erzählen.

Foto-Ausstellung im Oberen Konventgang
11.10. bis 22.11.2015

Dominique Große
Speinsharter Ansichten

In seinen Arbeiten präsentiert Dominique Große Fotografien aus der Klosterkirche, die erst bei näherem Hinsehen deutlich machen, dass die Ansicht so gar nicht existiert. Durch geschickte Nachbearbeitung gelingt es dem Fotografen, Details hervorzuheben oder Motive übereinanderzulegen. Die bekannte Klosterkirche erscheint so in neuem Licht. Der besondere Reiz besteht für die Besucher der Ausstellung darin, bei einem Besuch der benachbarten Kirche Foto und Vorlage zu vergleichen. Dominique Große wurde 1967 in Bleicherode (Südharz) geboren und arbeitete zunächst als Designer in einem Schmuckuhrenatelier in der Herstellung von exklusiven Gold- und Platinuhren. Seit einigen Jahren ist er therapeutisch tätig und arbeitet überwiegend mit demenziell erkrankten Patienten. In seinen fotografischen Arbeiten legt er das Augenmerk auf einfarbige und häufig surreale Fotomontagen, die mit Hilfe von Fotobearbeitungsprogrammen am Computer entstehen. Unter dem Namen „Divci Kamen“ erreichen seine Photostreams im Internet hohe Resonanz und Anerkennung.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
16.08. bis 04.10.2015

Fritz Föttinger
NotWender


Mit seinen Collagen der 14 Nothelfer will Fritz Föttinger die Heiligen in ein neues Licht rücken. Die Arbeiten des Künstlers werden mit Texten von Heiner Brückner ergänzt. Die Texte laden ein, zu verweilen und im Betrachten der Heiligen nicht zuletzt das eigene Leben in den Blick zu nehmen. Der Künstler Fritz Föttinger studierte nach dem Abitur an der Pädagogischen Hochschule in Bayreuth. Nach dem Studium war er bis 1988 als Volksschullehrer im Landkreis Bayreuth tätig, bevor er sich entschloss, als freischaffender Künstler zu leben. Neben seiner Tätigkeit als Maler und Graphiker ist er auch Schriftsteller.

Kulturgeschichte im Oberen Konventgang
18.07. bis 09.08.2015

Sudetendeutsches Musikinstitut Regensburg
Das Prager Konservatorium


Tausende junger Musiker erhielten am Prager Konservatorium ihre Ausbildung, das als älteste Musiklehranstalt Mitteleuropas gilt. Vergleichbare Einrichtungen hatte es zuvor nur in Italien und Frankreich gegeben. Viele der Musiker wirkten danach als Orchester- oder Kammermusiker im In- und Ausland und belegten das hohe Niveau ihrer Ausbildung. Die Ausstellung über das Konservatorium gibt Einblicke in die Geschichte dieser Institution und seine Bedeutung weit über die Grenzen Böhmens. Zugleich wird damit an ein Stück gemeinsamer Geschichte von Deutschen und Tschechen in den böhmischen Ländern erinnert. Die Bildtafeln, die vom Sudetendeutschen Musikinstitut Regensburg zusammen mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Regensburg erstellt wurden, geben Einblick in Geschichte und Gegenwart einer renommierten böhmischen Lehranstalt, in der Generationen deutscher wie tschechischer Musiker ihr musikalisches Rüstzeug erhielten.

Foto-Ausstellung im Oberen Konventgang
10.05. bis 05.07.2015

Sabine Hannesen
LichtSpiele

Die Fotoarbeiten von Sabine Hannesen geben Licht- und Farb-Entdeckungen in der Natur und Architektur wieder. Mit ihrer Kamera hält sie Lichterscheinungen fest, die sich zum Teil so schnell ereignen, dass deren zugrunde liegende Schönheit und verborgener Zauber durch das Auge gar nicht gleich erfasst werden können. Viele Aufnahmen erinnern den Betrachter an Gemälde oder Grafiken. ‚Gemalt und gezeichnet’ wird in ihren Foto-Serien jedoch nur mit Licht und durch die Bewegung der Kamera. Gleichzeitig spielt das Phänomen des ‚Zufalls’ für die Bildentstehung der nahezu abstrakten Werke eine wichtige Rolle. Bei einigen Arbeiten liegt der Akzent auf rhythmischen Strukturen und Formen, bei anderen Bildern wird die Tiefenwirkung verschiedener Farb-Räume betont. In ihren Spiegelungen durchdringen sich mehrere Raumansichten und reflektieren die Wirklichkeit auf spielerische Weise neu. Als Motiv reizt Sabine Hannesen alles, was die Fantasie des Betrachters zu immer neuen Gedankenspielen anregt und den Blick auf die Realität erweitert. Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog mit einem Einführungstext von Prof. Dr. Heimo Ertl erschienen.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
08.03. bis 19.04.2015

Siegfried Fietz
Aufbruch ins Leben

Der bekannte Liedermacher Siegfried Fietz zeigt Bilder und Skulpturen. Seit einigen Jahren arbeitet er als Maler und Bildhauer und stellt seien Werke an besonderen Orten aus. Was viele nicht wissen ist, dass Siegfried Fietz vor seiner musikalische Ausbildung eine Schlosserlehre gemacht hat. Nun nutzt er sein praktisches Wissen um besondere Skulpturen zu schaffen. Er gestaltet Skulpturen aus Holz - für Siegfried Fietz etwas ganz Besonderes: Er möchte die Natur erlebbar machen und zeigen, welche wunderbaren Formen uns geschenkt werden. Mit einer Vielzahl an modernen Gemälden möchte er Emotionen wecken und den Betrachtern Geschichten erzählen. Viele Bilder stehen in direktem Bezug zu Aussagen seiner Lieder.

Ausstellung im Oberen Konventgang
02.10. bis 01.03.2015

900 Jahre Kloster Kladruby

Einblicke in die Geschichte des Benediktinerordens
und der Klöster Kladruby und Zwiefalten

Die Dokumentationsausstellung gibt Einblicke über die Klostergründung Kladruby (Kladraus) vor 900 Jahren durch Mönche aus dem Benediktinerkloster Zwiefalten. Die Ausstellung mit rund 30 zweisprachigen Infomationstafeln bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte des Benediktinerordens. Spannend auch die Thematisierung der Neugründung des tschechischen Klosters vom schwäbischen Zwiefalten aus. Auch die Oberpfalz ist in der Thematik durch mehrere Ereignisse einbezogen. Nicht ohne Grund hat der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit seinem Pilsner Mitbruder Frantisek Radkovsky die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen.
Integriert in die Ausstellung sind auch Schülerarbeiten zum Thema der Verbindungen aus den Partnerschulen Kladruby und Altenstadt/WN sowie aus Zwiefalten und Burglengenfeld zu sehen.
Zur Ausstellung gibt es ein deutsch-tschechischen Begleitbuch. Dessen Produktion erfolgte über den Förderverein Goldene Straße e.V. in Altenstadt durch Förderung der EU (Ziel 3/Interreg IV A Programm) durch die Euregio Egrenisis Marktredwitz.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
31.07. bis 14.09.2014

Anna Kirsch
Skype. Greifbar fern

Anna Kirsch zeigt Fotoarbeiten die als Screenshorts entstanden sind. Über eine längere Zeit hat sie über Skype Kontakt zu einer Freundin gehalten die nach einer schweren Krankheit verstarb. Der technische Vorgang der Videotelefonie ermöglicht Nähe trotz räumlicher Distanz. In der Zeit, als die Künstlerin im Ausland lebte, entstanden zahlreiche Screenshots von nahestehenden Menschen, die Momente zwischen Leben und Tod dokumentieren. Der Bildschirm als anonymer Vermittler kontrastiert zu den Emotionen, ist aber auch neutrales Medium und Membran, die einen Austausch der Gefühle und ein vor Ort sein trotz Abwesenheit ermöglicht. Durch Bilder, die von Schmerz, Angst und Trauer ihrer Freundinnen im Transplantationszentrum erzählen wird der Prozess des Begleitens in den Tod erlebbar. Gleichzeitig erlaubt die Künstlerin Einblicke in das Leben ihrer Familie. Für den Betrachter wird die Diskrepanz von Berührt-Sein und Nicht-Berühren-Können spürbar, wenn er miterlebt, wie der Alltag gemeistert wird, neues Leben entsteht und Kinder heranwachsen. Anna Kirsch, geb. 1952 in Rosenheim studierte Kunst in Irland und setzt sich in ihren Foto- und Videoprojekten mit den alltäglichen Herausforderungen des Lebens auseinander.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
11.06. bis 27.07.2014

Gabriela Landa
Goldgrund des Alltäglichen

Die künstlerischen Arbeiten von Gabriela Landa werfen den Blick hinter die Oberfläche der Dinge. Im Oberen Konventgang werden die beiden Fotoreihen "HolyTimeSquare" und "Amusementpark" gezeigt. Momentaufnahmen aus der pulsierenden Metropole New York werden mit verfremdenden Motiven hinterlegt. In "Holy Timesquare" sind es religiöse Überblendungen, bei "Amusementpark" Aufnahmen spielender Kindern, die den ersten Eindruck dessen, was man zu sehen glaubt, in Frage stellen. Einer lauten Welt, die sich in Hektik und Zerstreuung selbst genügt, wird eine andere Wirklichkeit entgegengehalten, dem Alltäglichen ein Zauber zurückgegeben.
Gabriela Landa, die in Karlsbad zur Welt kam und als Zweijährige mit ihren Eltern und der älteren Schwester nach Bayreuth emigrierte, ist Künstlerin in Fotografie, Skulptur und Malerei. Seit 2001 lebt sie überwiegend in New York. Weitere Lebensstationen sind Guatemala, Berlin, München, Prag und Los Angeles. 2010 gründete sie das Forum of World Cultures, das sich der Verständigung zwischen Völkern und Kulturen verschrieben hat.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
07.03. bis 13.04.2014 - Verlängert bis 01.06.2014

Kunstwerke aus der Sammlung der Abtei Speinshart
ECCE HOMO - SEHT DEN MENSCHEN
Jesu Leiden, Sterben & Auferstehen

Zur Fastenzeit gestaltet das Kloster Speinshart in diesem Jahr eine Ausstellung mit Kunstwerken aus der Sammlung der Abtei. Die Ausstellung unter dem Titel „Ecce Homo - Seht den Menschen“ nimmt das Leiden und Sterben Jesu sowie seine Auferstehung in den Blick.
Der Untertitel der Ausstellung „Jesu Leiden, Sterben & Auferstehen“ verweist auf die thematische Anordnung der Exponate: Zu sehen sind Kunstwerke zum Leiden Christi, seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. Die rund 30 Exponate der Ausstellung gehören alle zu der umfangreichen Kunstsammlung der Abtei Speinshart. Der Bestand dieser Sammlung stammt größtenteils aus dem Nachlass des Münchner Domkapitulars Dr. Michael Hartig. Er hat sich maßgeblich für die Wiederrichtung des Klosters 1921 eingesetzt.
Die gezeigten Exponate schlagen einen weiten Bogen durch die Jahrhunderte. Die ältesten Ausstellungsstücke – beispielsweise ein Kruzifix – stammen aus dem frühen 14. Jahrhundert. Die Ausstellung präsentiert auch Raritäten, die noch in einer Ausstellung öffentlich gezeigt wurden. Wie eine Pietá aus dem 15. Jahrhundert stehen viele der Kunstwerke normalerweise in den Privaträumen des Konvents.

Fotoausstellung im Oberen Konventgang
14.01. bis 02.03.2014

Lukáš Houdek
Verfallene Dörfer und vergessene Menschen

Der jungen tschechischen Photograph Lukáš Houdek dokumentiert mit dieser Ausstellung Häuser und Ortschaften der ehemals deutschen Bevölkerung in der Region um Tachov (Tachau), die nach der Vertreibung nie wieder bevölkert wurden.
Unter dem Titel „Du musst Johann vergessen“ ist die Arbeit des bekannten tschechischen Photographen erstmals in Deutschland zu sehen, in der er sich mit den entvölkerten Gebieten Westböhmens beschäftigt. Ganze Ortschaften verfielen dort nach der Vertreibung der ehemals deutschsprachigen Bevölkerung. Houdeks Bilder sind eine Mischung aus Dokumentation und Verfremdung. Sie klagen nicht an, sondern wollen eine Erinnerung wach halten.
Das Thema ist für Houdek nicht neu. Schon in früheren fotografischen Arbeiten setzte sich Lukáš Houdek mit der deutschen Vergangenheit der heute von Tschechen bewohnten ehemaligen Sudetengebiete auseinander. Houdek gehört zu einer Gruppe tschechischer Künstler der jüngeren Generation, die lange Zeit tabuisierte Themen der deutsch-tschechischen Geschichte mit Mut aufgreifen und eine Diskussion darüber in Gang setzen. In seinem Heimatland besonders umstritten war The Art of Killing, in der er den Verbrechen an den Deutschen nachgeht und die jüngst im Tschechischen Zentrum München zu sehen war.
Houdek ist es wichtig, in Tschechien wie auch in Deutschland auszustellen. In Speinshart ist Lukáš Houdek kein Unbekannter. Im Frühjahr 2013 zeigte er die Installation „Abandoned Lives“, in der Porträts von Grabmälern zu einem grossen Mahnmal zusammenkomponiert waren. Auch die neue Ausstellung in Speinshart ist in ihrer Konzeption ein Mahnmal der Erinnerung der deutschen Geschichte in Mittelosteuropa.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
13.12.2013 bis 12.01.2014

Gudrun Gräbner
Diesseits und Jenseits – Menschen und Engel

Gudrun Gräbner stellt in dieser Ausstellung das Diesseits dem Jenseits gegenüber. Die gebürtige Eschenbacherin lebt und arbeitet heute in Obertrubach. Sie zeigt Hinterglasikonen und Leinwandbilder. Die Künstlerin setzt sich mit Portraits von Menschen auseinander und fängt auf ganz eigene Art mehr als nur die äußere Erscheinung einer Person im Bild ein. Beseelt sind ihre Portraits von alten Menschen. Von Menschen die ihre ganz persönliche Lebensgeschichte erzählen. Ihr Blick ist gezeichnet von Leid und Not, von Freude und Hoffnung und letztlich auch von Resignation und Selbstannahme. Diesen markanten Portraits hängen Engel gegenüber. In diesen Engeln spiegeln sich die Gesichter der gealterten Menschen. Es wirkt geradeso, als ob die Engel Antwort geben auf die letzten offenen Fragen der Menschen die am Abend ihres Lebens nur noch das Ende erwarten. Für die Künstlerin Gudrun Gräbner ist es ein Bedürfnis Bilder von Engel zu malen. Es sind aber keine Engel aus unerreichbaren Sphären, sondern Engel denen die Künstlerin selbst begegnet ist – es sind Gesichter die sie wie ein Geschenk erlebte.

Ausstellung im Oberen Konventgang
05.11. bis 01.12.2013

Zum 600. Todestag von Jan Hus
Der Reformator im Spiegel der Zeiten

Die Ausstellung gewährt Einblicke in Leben und Wirkungsgeschichte des tschechischen Reformators Jan Hus. Sie hebt die Persönlichkeit des Gelehrten, des Lehrers der Karlsuniversität und des Kirchenreformators hervor, der 1415 in Konstanz verbrannt wurde. Die Ausstellung wird von der Internationalen Begegnungsstätte in Kooperation mit dem Fördervereins Goldene Straße e.V. zusammen mit dem Hus-Museum in Konstanz gezeigt.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
13.09. bis 27.10.2013

Ricarda Oehl
Vom Klang der Bilder

Ricarda Oehl ist in der Kunst zu Hause. Sie ist in Nürnberg geboren und absolvierte zunächst ein Musikstudium am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg. Die künstlerische Reifeprüfung legte sie im Fach Querflöte ab. Es folgten Tätigkeiten als Solistin. Außerdem war sie in verschiedenen Kammermusik-Ensembles im In- und Ausland tätig. 1981 beginnt sie ihr Malstudium und besucht Symposien und Malkurse bei verschiedenen Künstlern. Die Malerei führte sie nach Lanzarote, Sardinien, Zypern, Namibia und Italien. Ricarda Oehl zeigt ihre Werke immer wieder im Rahmen von Einzelausstellungen oder auch bei Gruppenausstellungen zusammen mit anderen Künstlern. In ihrer Malerei schlägt sich ihr persönlicher Zugang zur Kunst nieder: Sie verleiht Tönen und Klängen Formen und Farben.

Fotoausstellung im Oberen Konventgang
22.06. bis 25.08.2013

Der Fotograf Werner Neumeister
Ansichten der Stadt Prag

Werner Neumeister (1926 - 1997) wurde bekannt für seine Porträts berühmter Musiker, für seine Architekturfotografien und seine kunsthistorischen Dokumentationen. In Speinshart werden seine Fotografien von Prag gezeigt. Der Blick des Meisterfotografen auf bekannte Bauwerke der Stadt lässt genaue Vorbereitung, geduldiges Warten und handwerkliche Meisterschaft erkennen.
Während vieler Jahre hatte Werner Neumeister sein Atelier Tür an Tür mit dem Adalbert Stifter Verein. Aus Nachbarschaft wurde Freundschaft. So überließ Werner Neumeister seine Fotografien von Prag dem Adalbert Stifter Verein.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
03.05. bis 09.06.2013

Ingrid Sybille Rott
Bilder

Ingrid Sybille Rott widmet sich schon seit ihrer Jugend der Malerei. Seit 1985 ist sie verstärkt künstlerisch tätig und erweiterte ihre Fähigkeiten durch verschiedene Kurse und Seminare. Ihre bevorzugten Techniken sind die Öl- und Acrylmalerei sowie Mischtechniken. Ingrid Sybille Rott beweist in ihren Bildern den fließenden Übergang von impressionistischer Bildaussage zur Abstraktion. In ihren Werken tritt die Farbe in ihrer Wertigkeit an die Stelle der Kontur. Einen Schritt weiter geht sie in der Abstraktion durch das Setzen von farblichen Kontrapunkten. Ingrid Sybille Rott malt aber auch figurativ-expressiv, zum Beispiel Landschaften und Stillleben.

Ausstellung im Oberen Konventgang
22.03 bis 05.04.2013

Hoffnung für Kirche und Welt von morgen
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

Die Ausstellung greift die Hoffnungsstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils auf. Sie bietet in 15 Tafeln einen Überblick über die theologischen Errungenschaften des Konzils, zeigt Früchte und Umsetzungen seither auf und benennt Herausforderungen für morgen. Zitate aus den Konzilsdokumenten werden in Bezug gesetzt zu kirchlichen und sozialpolitischen Handlungsfeldern und mit spirituellen Anmerkungen und Handlungsimpulsen ergänzt. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion der KEB im Bistum Regensburg mit der KLJB Bayern und dem Diözesanrat München-Freising.

Kunstausstellung im Oberen Konventgang
25.01. bis 03.03.2013

Alfred Hertrich
Nordlandbilder

Alfred Hertrich ist freischaffender Graphik-Designer, Maler und Jazzgitarrist. Er absolvierte die Ausbildung für angewandte Graphik. Bekannt ist Hertrich durch Gruppen- und Einzelausstellungen. Ebenso steht sein Name in enger Verbindung mit der Jazzmusik und zahlreichen Konzerten. Die Bilder von Alfred Hertrich sind von seinen Reisen in nordische Länder geprägt. Abseits von Touristenströmen hat er Landschaften erkundet und dabei Skizzen und Aquarelle gefertigt. Die karge Natur und die Lichtspiele der Sonne hat er in schwarz-weiß Aufnahmen festgehalten. Die Zeichnungen und Fotographien dienten ihm später bei der künstlerischen Gestaltung seiner ‚Nordlandbilder‘.