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Wieskapelle


Die Wieskapelle führt auf beindruckende Weise die Geschichte der Speinsharter Klosteranlage vor Augen. Der barocke Kapellenraum lässt die Schäden seiner landwirtschaftlichen Nutzung nach der Säkularisierung erkennen. Ganz bewusst wurde hier bei der Restaurierung nur das erhalten, was noch vorhanden war, ohne Fehlendes zu ergänzen.
Errichtet wurde die Wieskapelle in den Jahren 1747 bis 1752 nach einer Idee von Abt Dominikus I. von Lieblein. Bei einem Besuch in Steingaden kam es zu einer Begegnung zwischen dem dortigen Baumeister Dominikus Zimmermann und Abt Lieblein. Zimmermann musste schließlich auch für Speinshart im Auftrag des Abtes einen kleinen Kapellenraum entwerfen, in dem eine Figur des Wiesheilands als Andachtsbild stehen sollte.
Im Zuge der Säkularisierung wurde die Ausstattung der Kapelle verkauft. Das Gebäude selbst wurde versteigert und landwirtschaftlichen Nutzungen übergeben. Mit Trennwänden durchzogen, diente der Raum als Kuhstall und Scheune.
Nach einer umfangreichen Sicherung der spärlichen Reste der Malerei des Kemnather Künstlers Lorenz Ziegler dient der Raum heute verschiedenen kulturellen Veranstaltungen.