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Großer Klosterhof


Die Bauwerke des Dorfes gruppieren sich um zwei geschlossene Plätze, die als großer und kleiner Klosterhof bezeichnet werden. Wenn man das Dorf durch das Nordtor betritt, gelangt man zunächst in den großen Klosterhof. Südlich wird der Hof durch eine Langseite der Klosterkirche einbegrenzt, während die restlichen drei Seiten von Häuserfassaden umgeben sind. Auf der Westseite sticht das Richterhaus aus der Häuserzeile heraus, ebenso wie sich die Wieskapelle auf der gegenüberliegenden Ostseite baulich abhebt und so einen besonderen Status geltend macht.
Im großen Klosterhof befanden sich bis weit über die Zeit der Säkularisierung hinaus wirtschaftliche Betriebe wie etwa Bäckerei, Metzgerei, Schlosserei, Schmiedewerkstatt und Schreinerei. Rechts am Nordtor befand sich eine Klostergaststätte mit Herberge und Gaststallungen. Auch dieser Betrieb wurde bis ins 20. Jahrhundert von der einstigen Pächterfamilie weitergeführt.
Immer wieder erinnern kunstvoll gestaltete Kartuschen an den Häusern an den verheerenden Brand im Jahre 1749. Nach diesem Brand baute Abt Dominikus I. die beschädigten Häuser im barocken Stil wieder auf.