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Ensembles



Michaelis Consort

Das Michaelis Consort ist ein junges Ensemble, welches künstlerische Antworten im Bereich der historischen Aufführungspraxis sucht. Seit 2011 bestehend findet sich das Michaelis Consort für unterschiedlichste Projekte zusammen: Von Renaissancemusik auf den Freiberger Geigen bis zu Kantatenprojekten mit Werken von J.S. Bach. Das Michaelis Consort war Gast bei verschiedenen Festivals (Musikfest Erzgebirge, Darmstädter Residenzfestspielen, Bachfest Leipzig, Gottorfer Hofmusik, MAFestivals Brugge und Festival Oude Muziek Utrecht). Außerdem entwickelt das Michaelis Consort gemeinsam mit dem Konzertveranstalter circumArte ungewöhnliche Konzertkonzepte: moderne Kurzfilme und Barockmusik aus Deutschland und Tschechien, Konzerte im öffentlichen Raum, Musik des 18. Jahrhunderts verbunden mit elektroakustischer Musik.
Auf Basis von interdisziplinärer Forschung (Musikwissenschaft, Ethnologie, Kulturwissenschaft) greift das Ensemble in seiner künstlerischen Arbeit die starke Verbindung zwischen Gesellschaft und Kunst auf. Durch das Experimentieren mit alternativen Aufführungskonzepten versucht das Michaelis Consort ein intensives, multidimensionales Erlebnis für das Publikum zu kreieren. Hier sind experimentelle Wege gefragt: Überbrücken der Barrieren zwischen Bühne und Zuschauer, Dialoge mit dem Publikum, Konzepte der Nachhaltigkeit im Rezeptionsprozess von Kunst und die Kommunikation des Kunstwerdungsprozesses sind Beispiele ihrer Arbeitsweise. Das Ensemble zeigt, dass durch den intellektuellen Prozess interdisziplinärer Forschung ein facettenreiches Erlebnis für das Publikum geschaffen werden kann.


Musicarius
Das Streichquartett Musicarius überschreitet Konventionen. Die im Jahre 2003 entstandene Gruppe befasst sich vor allem mit der Aufführung Alter Musik. Sie nutzt historische Musikinstrumente der damaligen Epoche und führt ein Repertoire auf, das die Praxis des 17. und 18. Jahrhunderts widerspiegeln. Die Musiker experimentieren mit neuen Formen: die Zusammenarbeit mit polnischen Tanztheatern und alternativen Theatergruppen, die eine neue Perspektive an den Grenzen der klassischen Musik schaffen und den Unterschied zwischen den Instrumentalisten als Interpreten der Musik und den Schauspielern als Darstellern von Charakteren verwischen. Die Teilnahme an zahlreichen Festspielen führte zur Entstehung einer Reihe interessanter Konzertprogramme, deren Inhalt sich vom reifen, mit Affekt überfüllten Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts erstreckt.
Musicarius ist ständig auf der Suche nach neuer Qualität und neuen Grenzen von Musik und Kunst. Die Musiker lassen sich nicht von festgelegten und herkömmlichen Regeln beeinflussen, sondern versuchen existierende Schemata und Konventionen zu brechen.


Neue pohlnische Capelle
Gemeinsam haben das Michaelis Consort und das polnische Ensemble Musicarius die pohlnische Capelle wiederbelebt. Die pohlnische Capelle war die Hofkapelle von August II. und August III. in Warschau, Könige von Sachsen und Polen (1697 – 1763), und damit die kleine Schwester der damals weltberühmten Dresdner Hofkapelle. Es herrschte ein enger Austausch zwischen den beiden Kapellen – wobei die Kapelle in Warschau jedoch den größeren Freiraum hatte. Dort entstand eine spannende Art von Musik, indem die Stile Italiens, Frankreichs und Deutschlands kombiniert wurden, der „vermischte Geschmack“ genannt. Auch politisch war die pohlnische Capelle ein wichtiges Verbindungsstück: Musik wurde zum Brückenbauer zwischen den beiden unterschiedlichen Ländern.



Gerhard Polifka
Gerhard Polifka hat die Leitung des Projektchores zu den Barocktagen. Er hat an der "Hochschule für Musik Würzburg" im Herbst 2014 sein Schulmusikstudium abgeschlossen. Seit 2013 studiert er Chorleitung bei Prof. J. Straube und zusätzlich seit 2015 Orchesterleitung bei Prof. Ari Rasilainen. Wichtige Impulse erhielt er dabei auch von Frieder Bernius.
Mit Beginn seines Studiums übernahm Gerhard Polifka die Leitung verschiedener Ensembles. Gemeinsam mit Kensuke Ohira gründete er den Bach-Kantaten-Club e.V. und widmet sich als Dirigent der Pflege des Bach'schen Kantatenwerkes in vielbeachteten Konzerten in Würzburg. Im Sommersemester 2011 übernahm er die Leitung des Kammerorchesters Grombühl, das er bis 2015 dirigierte. Mit besonderem Interesse an der historischen Aufführungspraxis gründete er 2013 das Ensemble NEAMus (Neues Ensemble für Alte Musik), das auf historischen Instrumenten musiziert.
Seit mehreren Jahren ist er Mitglied in der Audi Jugendchor-Akademie, wo er bereits mit Ariel Zuckermann, Ulf Schirmer und Kent Nagano arbeiten durfte. Dazu gehörten auch Konzertreisen nach Italien und Asien.