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Der preußische König und die Musik

Böhmische Musiker bei Friedrich dem Großen

MI | 25.10.17| 19:00 UHR | DIENTZENHOFER-SAAL

Am Mittwoch, 25. Oktober hält Dr. Eberhard Kemnitz (Stendal) einen Vortrag über böhmische Musiker am Hofe Friedrichs des Großen von Preussen. Der Vortrag, der um 19 Uhr beginnt, präsentiert einige der herausragenden Musikerpersönlichkeiten, die in Berlin Schule gemacht und zum europaweiten Ruf der böhmischen Musiker beigetragen haben.

Der englische Musikkritiker Charles Burney, der im 18. Jahrhundert Mitteleuropa bereiste, bezeichnete Böhmen als „Konservatorium Europas“. Tatsächlich waren an zahlreichen mitteleuropäischen Fürstenhöfen böhmische Musiker und Komponisten zu finden. Burney stellte erstaunt fest, dass Unterricht auf den wichtigsten Orchesterinstrumenten in Böhmen bereits an den Elementarschulen erteilt wurde, um die Chancen der Kinder für einen späteren Broterwerb zu verbessern.

Der preußische König Friedrich II., auch „der Große“ genannt, ist nicht nur als machthungrig und aggressiv in die Geschichte eingegangen, sondern auch als hochmusikalisch, als Flötist und Komponist. Seine Schwester, die künstlerisch interessierte Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, unterstützte ihn und förderte seine künstlerischen Ambitionen.

Friedrich scharte qualifizierte Musiker um sich, lernte selbst von Ihnen und bot ihnen die Möglichkeit zu schöpferischem musikalischem Schaffen. Allmählich entwickelte sich die „Berliner Schule“ - zwischen Barock und Klassik. Zu den aktivsten Künstlern im Umfeld Friedrichs II. gehörten böhmische Musiker, meist Tschechen. Um ihr Wirken in Rheinsberg, Potsdam und Berlin geht es in dem Vortrag. Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder der Musikerdynastie Benda. Die zentrale Figur ist der Violinvirtuose, Komponist, Sänger und Musikpädagoge František (Franz) Benda.

Der Vortrag findet im Dientzenhofer-Saal statt. Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden am Ausgang erbeten.